Vakanz der Pfarrstelle

Hans-Peter Brucker, Pfarrer

In unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart dürfen Pfarrer mit 70 Jahren in den Ruhestand gehen, in berechtigten Fällen auch schon früher. Am 27. Januar 2018 werde ich nun 70, habe unseren Bischof gebeten in Pension gehen zu dürfen und er hat diesem Gesuch zugestimmt. Ich habe dies den Kirchengemeinderäten schon frühzeitig mitgeteilt. So kann die Zeit der Nichtbesetzung der Pfarrei, der sogenannten „Vakanz“, in Ruhe vorbereitet werden.
Viele Mitbrüder setzen ihren Dienst auch über die Altersgrenze hinaus fort. Mit Rücksicht auf meinen gesundheitlichen Zustand habe ich mir jedoch diese Grenze gesetzt, um danach Zeit zu haben für fällige (Knie-)operationen und andere notwendige gesundheitliche Maßnahmen, um hoffentlich als Pensionär später wieder seelsorgerliche Dienste übernehmen zu können.
Die Stelle für einen neuen Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Vaihingen-Eberdingen wird im Kirchlichen Amtsblatt zum ersten Mal im September 2017 ausgeschrieben werden. Sollten keine Bewerbungen vorliegen, so wird die Ausschreibung im Februar und im Mai 2018 wiederholt.

In der Zeit der Vakanz wird vom Bischof ein „Administrator“ ernannt. In der Regel ist dies der Pfarrer einer benachbarten Pfarrei. Er ist der kirchenrechtlich Verantwortliche bis zur Wiederbesetzung der Pfarrstelle. Dass ein Pfarrer geht und der nächste bereits vor der Tür steht, ist normalerweise nicht zu erwarten. Die Gemeinde St. Antonius hat ja Erfahrung mit Vakanzen. Innerhalb der letzten 45 Jahre gab es insgesamt zehn Jahre, in denen die Pfarrei ohne Pfarrer war. Hoffen wir, dass die Zeit der Vakanz kurz ist und im Jahr 2018 die Pfarrstelle rasch wieder besetzt werden kann. Erfreulich wäre es auch, wenn die wiederholte Ausschreibung einer Stelle für eine Gemeindereferentin/einen Gemeindereferenten erfolgreich wäre, die nun schon im dritten Jahr nicht besetzt ist. Nehmen wir diese beiden Anliegen auch hinein in unser persönliches Gebet.
Pfarrer Hans-Peter Brucker